Bürgermeisterkandidat Martin Glienke im Gespräch mit Altbürgermeister Bernd Ernstberger

Martin und Bernd sitzen für ein Interview zusammen
Foto: Matthias Glienke

16. Februar 2026

Bernd Ernstberger: Martin, Du kandidierst für das Bürgermeisteramt. Was hat Dich dazu bewegt?

Martin Glienke: Ich lebe seit meiner Kindheit in Schwarzenbruck, hier ist mein Zuhause. Ich möchte, dass unsere Gemeinde auch in Zukunft lebenswert bleibt: für Familien, für ältere Menschen, für alle Ortsteile. Nach vielen Jahren kommunalpolitischer Arbeit ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Verantwortung noch umfassender zu übernehmen.

Bernd Ernstberger: Du bist seit mehreren Jahren Fraktionssprecher der SPD. Was nimmst Du aus dieser Aufgabe mit?

Martin Glienke: Vor allem: zuhören, abwägen und Lösungen finden, die tragfähig sind. Als Fraktionssprecher führe ich Gespräche, bringe unterschiedliche Interessen zusammen und arbeite daran, Mehrheiten zu organisieren. Das Bürgermeisteramt ist genau das; nur eben noch konsequenter im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger.

Bernd Ernstberger: Auch beruflich bringst Du Führungserfahrung mit: mehr als zehn Jahre in der Schulleitung, inzwischen als Rektor. Wie hilft Dir das?

Martin Glienke: Schule ist ein komplexes System: Personalführung, Organisation, Haushaltsplanung, Konfliktmanagement und Kommunikation gehören täglich dazu. Als stellvertretender Schulleiter in einer längeren Vertretungsphase habe ich erlebt, wie wichtig Verlässlichkeit und klare Entscheidungen sind, gerade wenn es schwierig wird. Diese Erfahrung passt sehr gut zum Bürgermeisteramt: führen, vermitteln, pragmatisch handeln.

Bernd Ernstberger: Du bist Vater von zwei Kindern. Welche Rolle spielt das für Deine Ziele?

Martin Glienke: Eine sehr große. Als Vater sieht man die Gemeinde mit anderen Augen: Kinderbetreuung, sichere Wege, gute Schulen, Freizeitangebote. All das entscheidet darüber, ob Familien gerne hier bleiben. Mir ist wichtig, dass Schwarzenbruck zukunftsorientiert wächst, ohne seinen Charakter zu verlieren.

Bernd Ernstberger: Zukunft, aber auch Tradition: Was bedeutet das für Dich konkret?

Martin Glienke: Tradition ist nichts Rückwärtsgewandtes, Tradition ist Gemeinschaft. Unsere Vereine, die Feuerwehren, die Kultur und die kirchlichen Akteure sind tragende Säulen. Diese Strukturen müssen wir stärken. Gleichzeitig müssen wir mutig modernisieren: digitale Verwaltung, gute Infrastruktur, nachhaltige Energie und Mobilität.

Bernd Ernstberger: Was ist Deine Haltung zur Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern?

Martin Glienke: Bürgermeister sein heißt für mich: erreichbar sein. Entscheidungen müssen klar und nachvollziehbar kommuniziert werden, die Verwaltung bürgernah sein. Ich möchte regelmäßig in den Ortsteilen präsent sein und frühzeitig ins Gespräch kommen, denn die besten Ideen entstehen oft direkt vor Ort.

Bernd Ernstberger: Dein Schlusswort an die Schwarzenbruckerinnen und Schwarzenbrucker?

Martin Glienke: Ich kandidiere, weil ich unsere Gemeinde liebe und sie gut kenne, mit ihren Stärken und ihren Herausforderungen. Ich möchte Schwarzenbruck gemeinsam mit den Menschen gestalten: verwurzelt, verlässlich und vorausschauend.

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